Wien

Oper und Psychoanalyse

Der Name der Stadt Wien ist untrennbar verbunden mit Namen wie Arthur Schnitzler, Arnold Schönberg und Siegmund Freud - drei der zahlreichen Wiener Juden, die zum internationalen Ruf der Stadt als eines intellektuellen und künstlerischen Zentrums beitrugen. Wo auch immer sich der Besucher in dieser europäischen Metropole bewegt, trifft er auf Zeugnisse jüdischen Lebens in der Vergangenheit aber mehr und mehr wieder auf pulsierendes gegenwärtiges jüdisches Leben.

 

Während des 13. und 14. Jahrhunderts zählte Wiens jüdische Bevölkerung zu einer der wichtigsten jüdischen Gemeinschaften Mitteleuropas. Zwar erfuhren Juden individuell und als Gruppe im Laufe der Geschichte die wechselnden Launen österreichischer Herrscher, doch führte das Wirken von einflussreichen jüdischen Persönlichkeiten wie Samuel Oppenheimer und Samson Wertheimer im 18. Jahrhundert zu einer Anerkennung von als Zentrum jüdischer Diplomatie. Die Stadt Wien stieg zu einer bedeutenden Handelsmetropole im Heiligen Römischen Reiches auf. Schließlich erließ der österreichische Kaiser Joseph II. 1781 das sogenannte Toleranzedikt, mit dem er erste Schritte in Richtung einer jüdischen Emanzipation einleitete.

 

Viele Wiener Juden konnten vor dem Terror der Nationalsozialisten fliehen, die meisten wurden aber deportiert, manche in das berüchtigte Konzentrationslager Mauthausen in Oberösterreich oder eines seiner Nebenlager. Für eine Stadt wie Wien, in der einst jeder zehnte Einwohner jüdisch war, bleibt es eine ständige Aufgabe, die Erinnerung an die Shoah lebendig zu halten. Es hat mehrere Jahrzehnte gedauert bis Österreich eine Mitverantwortung an den nationalsozialistischen Verbrechen anerkannte, aber heutzutage findet auch hier eine breite Auseinandersetzung mit der Geschichte statt.

 

Seit dem Jahr 2000 steht am Judenplatz, dem mittelalterlichen Zentrum der Wiener Judengemeinde, die „namenlose Bibliothek“ von Rachel Whitehead als  Mahnmal für die 65.000 in der Shoah ermordeten österreichischen Juden und Jüdinnen. Sie befindet sich oberhalb der einstigen mittelalterlichen Synagoge. Die archäologischen Ausgrabungen der Judenplatz-Synagoge sind heute als Teil der Ausstellung in das Jüdische Museum integriert.

 

Neue Schulen, Erziehungseinrichtungen, Kulturveranstaltungen, Synagogen und Gebetshäuser von orthodoxen und liberalen Juden fügen sich zu einem vielfältigen jüdischen Szene in der österreichischen Hauptstadt zusammen. Milk & Honey Tours führt durch die acht Jahrhunderte währende Geschichte der jüdischen Gemeinde Wiens.

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